Wie Verbindlichkeit Vertrauen schafft

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Wie Verbindlichkeit Vertrauen schafft

… und Unverbindlichkeit es auf lange Sicht zerstört. 

Wir leben in einem sehr schnelllebigen Zeitalter. Tag für Tag prasseln Millionen und Abermillionen von Informationen auf uns ein: Beruflich und privat. Wir können aus einem nahezu unbegrenzten Fundus an Möglichkeiten, Gelegenheiten und Veranstaltungen schöpfen, die weder räumlich noch zeitlich beschränkt sind – das Internet macht es möglich.

Wo unsere Aufmerksamkeit früher überwiegend nur mit Fernsehen und Radio konkurrieren musste, begleiten uns Smartphones überall hin: Zum Essen bei den Eltern, ins Meeting mit Kolleg*innen, zum ersten Date und aufs stille Örtchen. Texte, Bilder, Videos stehen uns jederzeit zur Verfügung, wenn nicht gerade das Wlan streikt. Wann immer wir uns langweilen (könnten), greifen wir zu unserem unverzichtbaren Begleiter. Mit einem Wisch ist alles weg – die Langeweile, das Gefühl verschwendeter Zeit beim Warten, der Berg an ungeliebten Aufgaben.

Photo by Bryce Barker on Unsplash
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AUF ALLEN HOCHZEITEN GLEICHZEITIG TANZEN

Sieht man einmal von der Tatsache ab, dass derzeit nur eingeschränkt auf Hochzeiten getanzt werden kann – tatsächlich wird nur auf Scheidungen seltener getanzt – sollten es im Idealfall gleich alle sein, zumindest in der Theorie.

Denn wenn wir an besagtem Freitag- oder Samstagabend doch feststellen sollten, dass die Müdigkeit überwiegt (oder die Streaming-Dienste die langersehnte neue Staffel streamen), sagen wir gerne auch noch kurz vor knapp ab. Gerne mit einer Ausrede wie körperlicher Unpässlichkeit, krankem Haustier (sofern vorhanden) oder wahlweise einem Mix aus beidem. Komme ich heute nicht, komme ich morgen. Vielleicht.

Sich alle Optionen offen zu halten, ist kein Trend mehr, sondern mutiert geradezu zum Lebensmotto. Vielbeschäftigte Menschen priorisieren nun einmal. Oder zweimal. Eventuell auch ständig – und damit letztendlich gar nicht. Wir verspielen dabei vor allen Dingen eins: Verlässlichkeit und Vertrauen. Und verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen ist kein leichtes Unterfangen, zuweilen auch unmöglich.

Photo by Ümit Bulut on Unsplash
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WIEDERHOLTES VERSETZEN VERSPIELT LANGFRISTIG VERTRAUEN

Was sich wie eine Formel aus dem Schulunterricht anhört, trifft einen wahren Kern: Wer Menschen aus seinem Umfeld immer wieder kurzfristig versetzt, hängen oder im Regen stehen lässt, verspielt auf lange Sicht deren Vertrauen.

Wenn Betriebe für kurzfristiges Versetzen Ausfallhonorare oder -gebühren erheben, passiert das im sozialen Umfeld wesentlich subtiler. Das Vertrauenskonto wird schleichend geleert, bis zu dem Punkt, an dem es nichts mehr abzuheben gibt. Die Folge: Die Freundschaft oder Bekanntschaft kühlt massiv ab – oder endet im schlimmsten Fall.

Mehrere Eisen im Feuer zu haben bedeutet nicht, das eine auf Kosten des anderen zu schmieden.

Photo by Nathan Dumlao on Unsplash
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VERBINDLICHKEIT SCHAFFT VERTRAUEN

Wem schenken wir unser Vertrauen in der Regel? Den Menschen, auf die wir uns verlassen können. Den Menschen, auf die wir zählen können und deren Wort gilt, bei Regen und bei Sonnenschein (oder anderen Dingen jenseits unserer Kontrolle). Die uns nicht mit Ausreden abspeisen, sondern da sind, wenn wir sie brauchen. Und das gilt in der Regel auch umgekehrt.

Wir vertrauen auf lange Sicht den Menschen, die sich als vertrauenswürdig und verlässlich erweisen. Deshalb ist Verbindlichkeit insbesondere in der heutigen Zeit zu etwas umso Wichtigerem und Seltenerem zugleich geworden. 

Photo by Mercedes Bosquet on Unsplash
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Mein Denkimpuls an Sie:

Überlegen Sie doch einmal, in welchen Situationen Sie dazu neigen, sich alle Optionen offen zu halten und Ihre Mitmenschen in der Schwebe zu halten. Was hindert Sie daran, sich für die eine Option – und gegen eine andere – zu entscheiden? Was glauben Sie zu verlieren?

Eine wichtige Erinnerung an Sie

  • Verbindlichkeit bedeutet in der Regel nicht, sich lebenslang an eine Entscheidung zu ketten.
  • Ein Vielleicht kann vieles bedeuten: Der fehlende Mut zum Nein, aber auch zum Ja.
  • Verbindlichkeit ist keine Einbahnstraße.
  • Verbindlichkeit ist ein wichtiger Grundstein für Vertrauen.

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© 2022 Romy Fischer

Was tun, wenn die Gedanken kreisen?

Photo by Caleb George on Unsplash
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Was tun, wenn die Gedanken kreisen?

Nehmen Sie sich selten Zeit für sich? Kommen alle anderen vor Ihnen, bevor Sie an sich denken? Fühlen Sie sich häufig erschöpft, leer und ausgebrannt? Sind Sie es leid, dass Ihr stummer Schrei nach Hilfe ungehört und unbeantwortet bleibt? Ist Ihr größter Luxus eine einzige Minute am Tag für sich selbst? Und ausgerechnet dann stehen Ihre Gedanken nicht still, sondern laufen zur Höchstform auf?

Dann möchte ich Sie im heutigen Artikel zu einer kleinen Übung einladen.

Photo by Thought Catalog on Unsplash
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GEFANGEN IM GEDANKENKAUSSELL

Mit größter Wahrscheinlichkeit sind Sie nicht zum ersten Mal auf der Suche nach einer Lösung, die Ihnen etwas Erleichterung verschafft. Einige Minuten Zeit, um aus dem Hamsterrad auszusteigen und den Kopf freizukriegen – um durchzuatmen und Ihre eigenen Bedürfnisse wieder zu spüren.

Ich möchte Sie einladen, sich einen Moment Zeit zu nehmen, sich eine Tasse Ihres Lieblingsgetränks zu kochen und im Anschluss ein gemütliches (und vor allem ungestörtes) Eckchen zu suchen. Sind Sie soweit, Ihre Gedanken näher zu beleuchten? Dann lassen Sie uns beginnen.

Wenn Sie mögen, können Sie dabei gerne die Augen schließen und innehalten, um den Gedanken zu lauschen, die Ihnen durch den Kopf gehen. Handelt es sich um Gedanken, die darum kreisen, was alles noch zu erledigen ist? Sind es Gedanken, die in einer endlosen Abfolge auf Sie einzuprasseln scheinen? Oder vernehmen Sie eine Stimme, die Ihr derzeitiges Nichtstun kritisiert? Was es auch ist, es gibt kein Richtig oder Falsch.

Photo by t e y a on Unsplash
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GEDANKEN UNTERDRÜCKEN ZU WOLLEN IST ZWECKLOS

Es ist vielleicht überraschend, aber über den Tag verteilt schießen uns eine beträchtliche Menge an Gedanken durch den Kopf. Nicht wenige davon sind unnütz, absurd und schädlich für uns. Sie zu unterdrücken zu wollen ist auf lange Sicht zwecklos.

Mit Sicherheit kennen Sie die Aufgabe, sich keinen rosa Elefanten vorzustellen – und das mit aller Kraft. Was aber geschieht? Das genaue Gegenteil: Das Bild eines rosa Elefanten steht klar vor Ihrem geistigen Auge.

Ähnlich verhält es sich mit den Gedanken, die wir zu unterdrücken versuchen: Sie drängen sich uns ungewollt immer wieder auf, statt zu verschwinden.

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GEDANKEN KOMMEN UND GEHEN …

… wie Meereswellen an einer Brandung oder einem Strand. Wie könnten Sie mit kreisenden Gedanken umgehen?

Eine von vielen Möglichkeiten ist es, sich das Bild eines Strandes vorzustellen. Ihre Gedanken stellen in diesem Bild die Wellen dar. Sie würden schließlich auch nicht versuchen, die Wellen davon abzuhalten, ans Ufer zu rollen? Sondern vielmehr einen Schritt zurücktreten, wenn Sie es vermeiden wollten, nass gespritzt zu werden oder gar mitgerissen zu werden.
Und ähnlich verhält es sich mit den Gedanken: Wenn wir nicht von ihnen überrollt werden möchten, ist es hilfreich, uns von ihnen zu distanzieren.

Wie das geht, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Photo by Kees Streefkerk on Unsplash
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ZUM AUSPROBIEREN

Bleiben wir bei dem Bild der heranrollenden Wellen. Auch jetzt dürfen Sie gerne die Augen schließen, wenn Sie mögen – oder alternativ einen Punkt fixieren. Im nächsten Moment stellen Sie sich folgendes vor:

Wie Meereswellen rollen die Gedanken auf Sie zu, brechen am Ufer und ziehen sich dann wieder zurück. Und das wiederholt sich: Wieder und wieder. Mit jeder weiteren Woge gewinnen Sie etwas mehr an innerer Distanz zu Ihren Gedanken. Statt gegen die Wellen (Gedanken) anzukämpfen, beobachten Sie Ihren Ablauf. Nichts weiter.

Wenn Sie mögen, können Sie sich ergänzend vorstellen, wie Sie durch ein Fernrohr auf die Wellen blicken, aus weiter Entfernung, die sich stetig vergrößert. Bis Sie irgendwann nur noch eine blau-weiße Oberfläche erkennen, aber nicht mehr die einzelnen Wellen. Nur ein sanftes Kräuseln auf einer riesigen Wasseroberfläche, in weiter Entfernung.

Berichten Sie mir gerne, wie Sie diese Übung erlebt haben.

Photo by Diego Mora Barrantes on Unsplash
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Mein Denkimpuls an Sie:

Fragen Sie sich selbst einmal, ob jeder Ihrer Gedanken Aufmerksamkeit verdient. Sind alle Gedanken gleich hilfreich? Oder gibt es einige, die mehr schaden als nützen, sich Ihnen aber dennoch häufig aufdrängen? Und wenn das so wäre: Sollten Sie Ihnen weiterhin Aufmerksamkeit schenken?

Wenn Sie bei diesem Thema im Allgemeinen oder dieser konkreten Übung Unterstützung benötigen, melden Sie sich gerne bei mir.

 

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© 2022 Romy Fischer

Weihnachten ohne Familie: Gelassener durch die Feiertage

Photo by Valentin Petkov on Unsplash
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Weihnachten ohne Familie: Gelassener durch die Feiertage kommen

Wer Weihnachten ohne die Familie verbringt, wird gerne bedauert. Sicher ist man frisch getrennt – oder die Eltern sind bereits verstorben. Dabei kann es viele gute Gründe dafür geben, weshalb man die Feiertage nicht im Kreise der Familie verbringt.

Heute geht es darum, wie es Ihnen gelingt,  gelassener durch die Feiertage zu kommen, ohne sich von vergangenen Erfahrungen zu sehr beeinflussen zu lassen.

 

Photo by lilartsy on Unsplash
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FAMILIENIDYLLE AN WEIHNACHTEN? 

An den Feiertagen konzentriert sich all das, was sich über das Jahr hinweg teils angesammelt, teils aufgetürmt hat: Die Erwartungen, Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte werden auf die wenigen Tage im engsten Familienkreis projiziert. Treffen diese dann auf die Realität, sind Enttäuschung, Frust und Ärger geradezu vorprogrammiert. 

So gut wie niemandem gelingt es, sich gänzlich von Erwartungen an andere zu befreien. Wir alle haben Wünsche, die teilweise berechtigt und teilweise unberechtigt sind. Jedoch ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass es sich dabei lediglich um Wünsche handelt – unsere Mitmenschen sind nicht dazu verpflichtet, sie uns zu erfüllen. Selbst unsere eigene Familie ist das nicht. 

Das heißt keineswegs, dass Sie alle Erwartungen über Bord werfen sollten, um gar nicht erst Gefahr zu laufen, enttäuscht zu werden. Vielmehr bedeutet es, dass es an der Zeit ist zu prüfen, ob und inwieweit sich Ihre Wünsche in Wahreheit auf eine längst vergangene Zeit beziehen: Ihre Kindheit und/oder Jugend.

Photo by Elena Mozhvilo on Unsplash
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WEIHNACHTEN IM KREISE DER FAMILIE

Wenn Sie sich an vergangene Weihnachtsfeste zurückerinnern, mit welchen Gefühlen sehen Sie sich konfrontiert? Freude, Dankbarkeit, Nostalgie, Wehmut und/oder Bitterkeit?

Viele Menschen tendieren dazu, die Vergangenheit verklärter zu erinnern, als sie zum jeweiligen Zeitpunkt stattgefunden hat. Gerade in Gesprächen mit anderen Familienmitgliedern werden dieselben – oft vermeintlich „schönen“ und/oder „lustigen“ – Familiengeschichten bzw. -anekdoten geradezu gebetsmühlenartig wiederholt.

Es wird zum Ritual, vergangene Feste in der Erinnerung aufleben zu lassen, als ob man sich immer wieder aufs Neue vergewissern wollte, dass die Vergangenheit sich tatsächlich so heiter, gesellig und friedlich abgespielt hat, wie es die Erzählungen vermuten lassen.

Ganz oft war dies allerdings nicht der Fall, ganz im Gegenteil.

Photo by 🇻🇪 Jose G. Ortega Castro 🇲🇽 on Unsplash
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DYSFUNKTIONALE KOMMUNIKATION IN DER FAMILIE

Leider ist es noch immer nicht bis in alle Familien vorgedrungen, wie wichtig gesunde Kommunikation ist. So wichtig die Inhalte eines Gespräches sind, mindestens ebenso wichtig ist es, die Art und Weise zu beachten, wie diese Inhalte geäußert werden.

Dann wird über den alkoholisierten Onkel gescherzt, der im Laufe des Abends immer anhänglicher wurde, die Figur bzw. die Kleidung der Anwesenden kommentiert und/oder das Festessen mit mehrdeutigen Komplimenten versehen – häufig begleitet von einem Augenzwinkern oder einem verbalen „Du weißt doch, wie ich das meine.“

Grundsätzlich ist zunächst einmal nichts Schlechtes daran, sich an die Vergangenheit zu erinnern. Problematisch wird es erst, wenn das Wiederkäuen der Vergangenheit zu schmerzhaften Gefühlen in der Gegenwart führt. Wenn eine Frau oder ein Mann wiederholt auf ihr Äußeres, die Familienplanung und/oder die berufliche Stellung angesprochen werden – oft in Kombination mit einer (ab)wertenden Haltung – dann handelt es sich hierbei nicht mehr um familiäre Frotzeleien, sondern um eine Grenzüberschreitung, die durch ihre jährliche Wiederholung vermeintlich legitimiert wird. 

Wird diese Grenzüberschreitung beim Namen benannt, verwandelt man sich in den Augen der Familie sogleich in einen bzw. eine sogenannte Nestbeschmutzerin. Denn schließlich sollte man sich doch wenigstens über die Feiertage doch zusammenreißen können – so lautet häufig das unausgesprochene Familiencredo.

Photo by Tyler Nix on Unsplash
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GRENZEN: WAHRNEHMEN, SETZEN UND KOMMUNIZIEREN

Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Feiertage mit Ihrer Familie zu verbringen, kann es deshalb sinnvoll sein, dass Ihre eigenen Grenzen setzen und kommunizieren. Doch zuvor müssen Sie sich selbst darüber im Klaren sein, wann und in welchen Situationen eine Grenzüberschreitung für Sie beginnt. Das kann je nach Geschlecht, Alter und Lebenssituation ganz unterschiedlich aussehen.

Eine ungewollt kinderlose Frau möchte womöglich nicht auf die Familienplanung angesprochen werden – und schon gar keine Scherze über die Kinderlosigkeit hören. Jemand, dessen Vertrag erneut befristet wurde und/oder der bzw. die gerade seine Stelle verloren hat, hingegen möchte nicht auf die berufliche Situation angesprochen werden. Sie ahnen bereits, dass es viele Themenbereiche geben kann, die ein Minenfeld für alle Beteiligten darstellen können. 

Zunächst einmal geht es darum, dass Sie für sich selbst sondieren, welches Thema zum gegenwärtigen Zeitpunkt für Sie ein „Tabu“-Thema darstellt. Das Bewusstsein dafür hilft Ihnen dabei, klar(er) zu kommunizieren, worüber Sie nicht mit Ihrer Familie sprechen möchten. Je klarer Sie in Ihrer eigenen Haltung sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Familie Ihren Wunsch respektiert.

Photo by Isaiah Rustad on Unsplash
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FORMULIERUNGSHILFEN: GRENZEN KOMMUNIZIEREN

Wenn Sie sich entschieden haben, die Feiertage mit Ihrer Familie zu verbringen, können Sie mithilfe der folgenden Beispielformulierungen Ihre Grenzen kommunizieren.

Themen abwehren und ein anderes Gesprächsthema vorschlagen bzw. das Thema umlenken:

  • „Liebe X, lieber Y, ich möchte nicht über Thema Z sprechen. (Danke für euer Verständnis.)“
  • „Ehrlich gesagt möchte ich darüber nicht sprechen. Möchte noch jemand von Gericht A probieren?“
  • „Ich finde nicht, dass das ein gutes Gesprächsthema ist. Wollen wir lieber über Thema B sprechen?“

Gespräch beenden und Situation verlassen:

  • „Du, wenn du weiter über Thema A sprechen möchtest, beende ich das Gespräch.“
  • „Ich sagte bereits, dass ich nicht über Thema B sprechen werde. Wenn du darauf beharrst, werde ich gehen.“
  • „Es ist schade, aber ich hatte bereits gesagt, dass ich nicht über Thema A sprechen möchte. Ich werde mich dann jetzt verabschieden.“

Photo by Pavan Trikutam on Unsplash
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WEIHNACHTEN OHNE FAMILIE: ZEIT FÜR EIGENE TRADITIONEN

Es ist an der Zeit, eigene Traditionen zu begründen. Das kann das bewusste Loslassen alter Traditionen bedeuten, weil man ihnen entweder entwachsen ist, sie ohnehin nie besonders mochte oder auch einfach nur seine eigene Vorstellung einer erholsamen Weihnachtszeit umsetzen möchte.

Das kann auch bedeuten, Weihnachten überhaupt nicht zu feiern, es alleine zu verbringen oder mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin und/oder Ihrem Freundeskreis.

Als erwachsener Mensch haben Sie die Freiheit, Ihre eigenes Leben zu gestalten – das bezieht sich auch die Dauer bzw. die Art und Weise, wie Sie den Kontakt zu Ihrer Herkunftsfamilie über die Feiertage gestalten.

Photo by Mercedes Bosquet on Unsplash
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Meine Frage an Sie:

Mit welchen Gefühlen erinnern Sie sich an die Feiertage in Ihrer Kindheit und Jugend? Gab es auch Raum für Negatives? Wie wurden Konflikte gelöst?

Eine wichtige Erinnerung an Sie

  • Sie bestimmen, wie Sie die Feiertage verbringen möchten.
  • Sie dürfen alte Traditionen ablegen.
  • Es ist nicht Ihre Aufgabe, es allen recht zu machen.
  • Sie dürfen Ihre Grenzen kommunizieren und wahren.

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© 2022 Romy Fischer

Perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen

Photo by Frankie on Unsplash
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Perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen

Eine Anleitung zum Scheitern in 10 Schritten. So scheitert garantiert jede Beratung. 

Im heutigen Beitrag finden Sie die perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen – online und offline. 

Hinweis vorab: Dieser Beitrag versteht sich als nicht sonderlich ernst gemeint, soll Sie aber bestenfalls zum Nachdenken darüber anregen, mit welchen Erwartungen und Verhaltensweisen Sie sich möglicherweise selbst sabotieren und eine Veränderung verhindern.

Photo by Adam Winger on Unsplash
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Schritt 1:  Stillstand. Sie wollen überhaupt keine Beratung, weder online noch offline.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Im Grunde genommen wollen Sie überhaupt nicht beraten werden – schon gar nicht psychologisch oder online. Deswegen setzen Sie von vorneherein alles daran, die Beratung scheitern zu lassen.

Wie? Sie verweigern das Gespräch, stellen das Mikrofon ab und/oder machen nebenbei etwas anderes. Ganz sicher jedoch sprechen Sie nicht über sich und Ihr Anliegen.

Schritt 2:  Sie halten psychologische Beratung für esoterischen Hokuspokus

… und sind enttäuscht, wenn weder Esoterik noch Hokuspokus zum Einsatz kommen. Und noch enttäuschter werden Sie, wenn Sie feststellen, dass in erster Linie kommuniziert wird und Sie Ihr Anliegen in Worte kleiden müssen.

Weder lassen sich Ihre Gedanken lesen noch kann man Ihnen Ihre Probleme zwangsläufig ansehen. Noch unwahrscheinlicher ist es, sie mit einem Fingerschnipsen verschwinden zu lassen.

Schritt 3:  Sie erwarten ein Wunder.

Und zwar jetzt gleich. Spätestens aber morgen.

Weder haben Sie die Zeit noch die Muße, sich eingehend mit sich selbst zu befassen oder etwas dafür zu tun, das eine Veränderung einleiten könnte.

Immerhin bezahlen Sie für die gebuchte Zeit und da könnte man doch zumindest erwarten, dass Sie nicht auch noch selbst (mit)arbeiten müssen. Oder?

Schritt 4:  Sie wollen eigentlich nichts verändern.

Im Prinzip soll sich alles von jetzt auf gleich ändern, aber ohne, dass sich etwas ändert. Vor allem aber nicht Sie selbst.

Wenn sich jemand ändern sollte, wären das ohnehin die anderen. Alles soll sich ändern und alles soll gleich bleiben. Zur selben Zeit.

Kurzum, ein Paradoxon.

Schritt 5:  Sie haben keine Zeit.

Ja, es wäre nett, wenn sich etwas zum Besseren ändern würde, aber leider fehlt Ihnen die Zeit dafür.

Zu viele Termine, Pflichten, Interessen und abschalten möchte man ja auch noch. Deshalb soll ein einziges Gespräch im Idealfall alles richten, was derzeit in Schieflage geraten ist, denn über mehr Zeit verfügen Sie leider nicht.

Und überhaupt – Zeit ist Geld.

Schritt 6:  Sie haben überhaupt nicht nachgedacht, was Sie sich von einer Beratung erhoffen

… denn immerhin ist es die Aufgabe des bzw. der Berater:in, Ihnen zu sagen, wieso Sie die Beratung in Anspruch nehmen. Dafür zahlen Sie schließlich, oder nicht?

Schritt 7:  Ihre Umgebung ist alles andere als ungestört.

Jederzeit könnten Ihr:e Partner:in, Ihre Kinder oder jemand anderes in das Beratungsgespräch hineinplatzen. Privatsphäre? Ein Rückzugsort? Ein Ort, an dem Sie sich fallen lassen könnten? Fehlanzeige.

Draußen lärmt außerdem eine Baustelle, Ihre Nachbarn streiten sich lautstark, das Telefon klingelt permanent und im Hintergrund laufen das Radio und/oder der Fernseher.

Ablenkung ist also vorprogrammiert.

Schritt 8:  Sie sind unehrlich, erfinden Geschichten und sprechen über alles Mögliche, nur nicht über sich und Ihre Situation.

Der Baron von Münchhausen würde vor Neid erblassen angesichts der Geschichten, die Sie zu erzählen haben. Ausschweifend, ausgeschmückt und alles, nur nicht wahr.

Oder Sie erzählen wiederholt von Ihrem Nachbar und dessen Problemen, lassen sich ausschweifend über das Wetter oder Ihr Frühstück aus. Sobald das Gespräch eine andere – tiefere Wendung – nimmt, blocken Sie ab, steigen Sie aus oder tauchen ganz unter.

Schritt 9:  Sie wollen einfach nur Zustimmung und hören, dass Sie recht haben und die anderen unrecht. 

Sie bezahlen Ihr hart verdientes Geld und nehmen folglich für sich in Anspruch, dass man Ihnen recht gibt, nicht widerspricht und Ihnen grundsätzlich nach dem Mund redet. Wer zahlt, schafft schließlich an.

Alternative Sichtweisen, mögliche blinde Flecken und ein kritischer Blick von außen sind nicht gefragt. Stattdessen möchten Sie ausschließlich bestätigt werden, kontinuierlich Zustimmung erhalten und sich keinesfalls mit einer potenziellen Gegenstimme auseinandersetzen.

Schritt 10:  Sie bleiben bei dem bzw. der falschen Beraterin, obwohl nichts stimmt: Weder die Chemie noch das Vertrauen.

Auch nach dem zehnten Gespräch, das Ihnen Bauchschmerzen bereitet, bleiben Sie bei der Person, für die Sie sich entschieden haben. Und das, obwohl Sie sich permanent missverstanden, nicht gehört oder wertgeschätzt fühlen und auch nicht in der Lage sind, zumindest eine gewisse Vertrauensbasis aufzubauen. Denn schließlich haben Sie bereits einiges Geld investiert, oder? Das kann schließlich nicht umsonst gewesen sein.

Zähne zusammenbeißen und durchhalten ist Ihre Devise. Was lange währt, wird endlich gut – so lautet Ihre Hoffnung.

Photo by Michael Oxendine on Unsplash
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Wie es mit der psychologischen Beratung doch noch klappen kann

Sie ahnten bereits beim Lesen des Titels, dass es sich um eine äußerst überspitzte Darstellung handelt. Tatsächlich sind viele der geschilderten Verhaltensweisen einfach nur menschlich. Wir setzen uns ungern mit unseren Schattenseiten, schlimmen Erlebnissen und/oder unserem Scheitern auseinander.

Gerade, wenn Sie erstmals darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann es sehr gute und valide Gründe dafür geben, sich selbst (vor weiteren) Verletzungen und/oder Enttäuschungen schützen zu wollen.

Trotzdem können Sie die Anti-Anleitung dazu nutzen, sich selbst einmal in Ruhe zu fragen, welche möglichen Gegenschritte sinnvoll wären, um aus der gescheiterten Beratung eine erfolgreiche bzw. gelungene Beratung zu machen. Zudem hilft sie Ihnen  dabei zu reflektieren, welche Hemmnisse und/oder Hindernisse Sie davon abhalten, sich auf eine Beratung und den Prozess zur Veränderung einzulassen.

Sprechen Sie Ihre Ängste, Sorgen und Zweifel am besten sobald wie möglich an, denn in der Beratung stehen Sie mit Ihrem Anliegen im Fokus.

Wenn Sie weitere Unterstützung oder Tipps benötigen, können Sie dazu auch den Artikel „Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten“ lesen. Darin gehe ich darauf ein, anhand welcher Kriterien Sie eine Entscheidung für oder gegen einen bzw. eine Beraterin treffen können. 

Sie möchten mit mir zusammenarbeiten?

Im Erstgespräch erfassen wir Ihre persönliche Situation sowie Ihr individuelles Anliegen. Gemeinsam eruieren wir, welche Form und Intensität der Beratung für Sie infrage kommt. Ich stehe Ihnen dabei unterstützend und beratend zur Seite - empathisch, wertfrei und transparent. (Bildquelle: Photo by Danilo Batista on Unsplash)

 

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Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück – Teil 3

Photo by Stan B on Unsplash
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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 3

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den dritten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) DANKBARKEIT

Vergessen Sie nicht, ab und zu dankbar zu sein.

In einer Welt, in der materieller Reichtum mehr denn je zählt, neigen wir nur allzu leicht dazu, unser Glück von unserem Besitz abhängig zu machen – und wollen ihn folglich immer weiter steigern.

Betrachten Sie einmal all die Dinge um sich herum, die Sie bereits besitzen, die Menschen, die Sie umgeben und fragen Sie sich, ob Sie nicht bereits sehr viel haben, wofür Sie dankbar sein können.

Photo by Debby Hudson on Unsplash
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2. ) LACHEN ALS MEDIZIN

Lachen ist die beste Medizin – und es ist außerdem ansteckend.

Es gibt Zeiten, in denen es sich gut anfühlt, sich seiner Trauer oder Niedergeschlagenheit hinzugeben.

Aber wenn Sie sich wieder wirklich gut fühlen möchten, dann sollten Sie laut und aufrichtig lachen; über sich selbst, über die Situation, über einen lustigen Film oder ein lustiges Video, einen verrückten Gedanken … Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Lachen und Lächeln, das aus Ihrem tiefsten Inneren kommt, bewirkt viel mehr als Betäubungsmittel (Alkohol) oder Glücklichmacher (Schokolade).

Photo by Allef Vinicius on Unsplash
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3. ) WAHLVERWANDTSCHAFT: FREUNDSCHAFTEN SIND GOLD WERT

Erinnern Sie sich an Ihre Bekannten, an Ihre Freundinnen und Freunde.

Freund:innen sind nicht nur in den sonnigen Zeiten des Lebens an Ihrer Seite, sondern stehen Ihnen auch in schwierigen Situationen bei.

Ihre Freund:innen glauben an Sie, auch und gerade, wenn Sie selbst an sich (ver-) zweifeln. Wann haben Sie sich das letzte Mal bei einem guten Freund oder einer guten Freundin gemeldet?

Wann waren Sie selbst das letzte Mal ein:e gute:r Freund:in?

Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash
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4. ) SICH SELBST TREU BLEIBEN 

Bleiben Sie sich selbst treu, verbiegen Sie sich nicht ständig für andere.

Verbiegen Sie sich nicht, um anderen zu gefallen oder um in die Gesellschaft zu passen.

Das heißt nicht etwa, dass Sie egoistische oder narzisstische Charaktereigenschaften pflegen sollen, sondern vielmehr, dass Sie Ihrem inneren Kompass folgen sollten, der Ihnen meistens sehr genau mitteilt, was für Sie stimmig und/oder richtig ist und was nicht.

Verabschieden Sie sich von Dingen, die Sie verletzen oder die Ihnen das Gefühl vermitteln, Sie seien wenig(er) wert. Seien Sie sich selbst ein:e gute:r Freund:in.

Die längste Beziehung Ihres Lebens führen Sie schließlich mit sich selbst. Wäre es da nicht naheliegend, die Beziehung zu sich selbst und seinen Werten zu pflegen?

Photo by Ali Kazal on Unsplash
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5. ) SICH ZEIT LASSEN, ZEIT NEHMEN UND ZEIT GEBEN

Zeit ist ein kostbares Gut, mit dem Sie bedächtig umgehen sollten.

Gleichzeitig ist sie eines der wenigen Dinge, die wir als völlig selbstverständlich ansehen, bis sie uns davonläuft.

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, sagt man häufig, wenn es um Veränderungsprozesse geht. Das gilt auch für Ihr Leben.

Steigen Sie ab und zu aus dem Hamsterrad aus, gönnen Sie sich eine Auszeit und lassen Sie den täglichen Stress und Wahnsinn für eine Weile hinter sich. In der Regel geht die Welt nicht davon unter, wenn Sie Ihr Tempo ein wenig entschleunigen.

Zeit ist Währung und Ressource zugleich – gehen Sie großzügig mit ihr um, wenn es um Sie geht und sparsam, wenn es um andere geht.

Jeder Mensch hat sein eigenes Lebenstempo und es ist niemals Ihre Aufgabe, das Tempo eines anderen Menschen zu Ihrem zu erklären.

Photo by Aron Visuals on Unsplash
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Meine Frage an Sie: Wie gehen Sie mit sich selbst um? Welchen Umgang pflegten Ihre Eltern bzw. Ihre Bezugspersonen mit sich selbst – waren sie hart und unnachgiebig, ließen sie sich gehen und/oder schufteten sie von früh bis spät, ohne sich jemals die Zeit für sich selbst und ihre Bedürfnisse zu nehmen?

 

WENN SIE MERKEN, DASS SIE ALLEINE NICHT WEITERKOMMEN

Sie fragen sich noch immer, warum Sie so unglücklich sind? Was in Ihrem Leben Sie unzufrieden macht, obwohl äußerlich alles in Ordnung scheint?

Zögern Sie sich nicht, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen. Das kann das Gespräch mit einem bzw. einer guten Freundin sein, eine psychologische Beratung und/oder ein Anruf bei der Telefonseelsorge.

Wenn Sie mit mir arbeiten möchten, schreiben Sie mir gerne eine Nachricht via E-Mail an kontakt@romy-fischer.de oder nutzen Sie das Kontaktformular. Sie sind nicht alleine.

 

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Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück – Teil 2

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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 2

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den zweiten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) ANDEREN GUTES TUN

 Tun Sie anderen Menschen etwas Gutes. 

Ob es sich um ein aufrichtig gemeintes Kompliment handelt, eine Hilfestellung bei einer Aufgabe oder darum, jemandem ein:e gute:r Zuhörer:in zu sein – wenn Sie bereit sind, anderen Gutes zu tun, tun Sie sich selbst ebenfalls gut, denn Ihr eigenes Wohlbefinden steigert sich dadurch.

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2. ) ERFOLGE FEIERN

Feiern Sie sich und Ihre Erfolge – die großen und seltenen, aber auch die kleinen und alltäglichen.

Sei es die bestandene Klausur, das erfolgreiche Gespräch mit Ihren Vorgesetzten oder auch nur so etwas Alltägliches wie der angefallene Haushalt, den Sie gemeistert haben. Es ist nichts Verkehrtes daran, sich für Geschafftes zu loben – ganz im Gegenteil! Denn wie oft würdigt man seine eigenen täglichen Anstrengungen und Leistungen nicht und putzt sich für schiefgegangene Kleinigkeiten stattdessen auch noch herunter?

Sich selbst und seine Leistungen anzuerkennen sind daher ein wichtiger Schritt zu einem besseren Wohlbefinden.

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3. ) ANSPRUCH AUF PERFEKTION ABLEGEN

Legen Sie Ihre perfektionistische Anspruchshaltung ab.

Es ist eine weit verbreitete Illusion, dass die Dinge um einen herum perfekt zu laufen haben. Denn das tun sie in der Regel nicht. Ebenso wenig ist der Mensch dazu in der Lage, ‚perfekte‘ Ergebnisse oder Verhaltensweisen abzuliefern. Perfektion – ergo Vollendung – bedeutet Stillstand. Leben jedoch ist ein Prozess.

200 % Einsatz sollten Sie dann geben, wenn Sie selbst davon überzeugt sind, dass es Sie weiterbringt – nicht, wenn andere es Ihnen auftragen.

Fokussieren Sie Ihren Blick auf die wesentlichen Dinge, die es wert sind, sich dafür anzustrengen.

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4. ) VERZEIHEN KÖNNEN

Üben Sie sich im Verzeihen. Auch und vor allem sich selbst gegenüber.

Es lebt sich wesentlich leichter, wenn man sich und anderen Menschen hin und wieder verzeiht. Wir alle machen Fehler, verhalten uns gelegentlich falsch oder sind schlecht gelaunt und entsprechend wenig rücksichtsvoll. Aber nicht jede Kleinigkeit sollte Ewigkeiten nachgetragen werden.

Nicht zu verzeihen sollten Sie sich für die wirklich wichtigen Dinge aufheben, denn innerlicher Groll ist ein schleichendes Gift, das in erster Linie Ihnen selbst schadet.

Zu verzeihen kann befreiend sein – für Sie selbst und auch für Ihr Gegenüber.

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5. ) SICH SELBST REFLEKTIEREN

Reflektieren Sie sich selbst.

Nehmen Sie sich regelmäßig die Zeit und gehen Sie in sich. Hinterfragen Sie Ihr Verhalten, Ihren Umgang mit anderen und natürlich auch mit sich selbst.

    • Sind Sie zufrieden damit?
    • Wo hakt es noch?
    • Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
    • Wer oder was fehlt Ihnen zur Umsetzung?

Wir können an uns wachsen, gerade an unseren Fehlern und Schwächen.

Umso wichtiger ist es, sich selbst infrage zu stellen und an sich zu arbeiten. Wie schon im 3. Punkt dargestellt, ist das Leben ein ständiger Prozess, kein endgültiger Zustand.

Das klingt nach Anstrengung? Sicherlich, das ist es auch. Sofern Sie aber nicht auf dem gleichen Stand Ihrer Persönlichkeitsentwicklung stehen bleiben wollen, sollten Sie sich selbst die Zeit und Mühe wert sein.

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Meine Frage an Sie: Erkennen Sie sich selbst und Ihre Leistungen wirklich an? Warten Sie insgeheim darauf, dass Ihre Eltern Ihnen die Anerkennung entgegenbringen, die Sie sich heimlich immer gewünscht haben?

 

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© 2022 Romy Fischer

Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück

Photo by Averie Woodard on Unsplash
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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 1

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den ersten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) SCHLUSS MIT VERGLEICHEN

Hören Sie auf, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Oder: Vergleichen Sie sich ab heute nur noch mit einer früheren Version Ihrer selbst.

Fragen Sie sich oft, warum Sie unglücklich sind? Versuchen Sie, bei sich selbst zu bleiben, den Fokus auf sich und Ihr Leben zu richten. Es wird immer Menschen geben, die vermeintlich mehr als Sie zu haben scheinen – aber ebenso gibt es auch Menschen, die sehr viel weniger besitzen als Sie.

Photo by Ashley Busenbark on Unsplash
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2. ) UNERREICHBARES GLÜCK

Rennen Sie nicht dem großen und unerreichbaren Glück* hinterher.

Wenn Sie mit Scheuklappen und einem Tunnelblick durch das Leben gehen, entgehen Ihnen sehr viele kleine Glücksmomente, kleine Freuden, die Sie bereichern und Ihre Zufriedenheit steigern können. Ihre Aufmerksamkeit kann sich auf das Defizitäre richten – oder aber auf das, was Sie bereits haben oder auf Ihrem Weg zum Ziel finden können.

*Ersetzbar durch: Geld, Immobilien, Partner:in …

Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash
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3. ) BEWUSSTHEIT FÜR DEN AUGENBLICK

Leben Sie bewusst in der Gegenwart, nicht (ausschließlich) in der Vergangenheit oder Zukunft.

Schließen Sie mit Ihrer Vergangenheit ganz allmählich Frieden, verzeihen Sie sich Fehler oder die Dinge, die schiefgelaufen sind. Versteifen Sie sich nicht auf das Morgen, sonst verlieren Sie den Blick für das Heute, für das Hier und Jetzt.

Wichtig ist, sich die Gegenwart immer wieder ins Bewusstsein zu rufen: Durch das Hineinspüren in den Körper, die Bewusstheit für das, was Sie gerade tun und/oder das, was Sie im Außen wahrnehmen.

Photo by Marek Piwnicki on Unsplash
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4. ) NEUES WAGEN

Erweitern Sie Ihren Horizont, indem Sie sich auf neue Erfahrungen einlassen.

Aus alten Gewohnheiten, Umgebungen oder Tätigkeiten auszubrechen kann sehr befreiend sein.

Probieren Sie sich und Ihre Fähigkeiten immer wieder aufs Neue aus, folgen Sie Ihrer Neugier und versuchen Sie sich an Dingen, die Sie bislang vermieden haben.

Photo by Emma Simpson on Unsplash
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5. ) UNGESUNDEN PESSIMISMUS STOPPEN

Setzen Sie hin und wieder Ihre pessimistische Brille ab und sehen Sie die Dinge so, wie sie oftmals sind (und nicht so, wie Sie sie sich in Ihren schlimmsten Vorstellungen auszumalen pflegen).

Pessimist:innen gelten umgangssprachlich als Optimist:innen mit Erfahrungen. Doch zu welchem Preis?

Mit einem Hauch von Optimismus beflügeln Sie sich selbst, in Ihren Gedanken und in Ihren Taten. Sich selbst erfüllende Prophezeiungen funktionieren nicht nur in eine Richtung. Das bedeutet keineswegs, künftig nur noch Luftschlösser zu bauen, sondern eine gesunde Balance zwischen vorweggenommener Enttäuschung und ausufernder Vorfreude zu finden.

Photo by Jacqueline Munguía on Unsplash
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Meine Frage an Sie: Was hält Sie davon ab, sich glücklich zu fühlen? Durfte man in Ihrer Ursprungsfamilie überhaupt glücklich sein, ohne damit gleichzeitig Unglück „heraufzubeschwören“?

 

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© 2022 Romy Fischer

Vergleiche und Widersprüche in der Erziehung

Photo by Denys Nevozhai on Unsplash
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Vergleiche finden überall statt

Wann immer Menschen miteinander interagieren, stellen sie früher oder später Vergleiche an. Zuweilen eher subtil und nonverbal, aber häufig auch sehr explizit, wenn man etwa Konkurrenzsituationen wie Wettbewerbe, Turniere, Meisterschaften oder Hierarchien im Allgemeinen betrachtet. Es gibt Gewinner:innen, die auf dem oberen Treppchen stehen – und es gibt stets auch Verlierer:innen, die (nur noch) den Trostpreis erhalten.

Vergleiche im Kleinkindalter

Bereits Kleinkinder vergleichen sich miteinander. Wer ist größer, wer stärker oder schneller, wer kann weiter springen oder schneller rennen? Wer ist der oder die Beste bei einer bestimmten Aktivität?

Niemand sehnt sich danach, auf dem letzten Platz zu landen. Wer einmal in seinem Leben Letzte:r war, dem- oder derjenigen ist dieses unangenehme Gefühl nur allzu vertraut. Eine Wiederholung dieser Erfahrung ist keinesfalls wünschenswert.

Das Kind im Fokus

Auch und gerade die Familie ist ein Ort der Vergleiche, insbesondere dann, wenn Geschwister ins Spiel kommen.

Im heutigen Beitrag beschränke ich mich auf die Ein-Kind-Familie, bei dem der elterliche Blick sich konzentriert auf ein einziges Kind richtet. Je nachdem, welche Wünsche die Eltern an ihr Kind herantragen und welche Hoffnungen sie in das Kind setzen, werden sie es zwangsläufig mit den Kindern ihrer Freunde, Nachbarn und/oder Kollegen vergleichen.

Paradoxe Vergleiche

Dabei laufen diese Vergleiche oft paradox und ambivalent zugleich ab: Nach außen hin und gegenüber anderen wird das eigene Kind oft als besser, stärker, klüger, höflicher und/oder hilfsbereiter beschrieben und dargestellt, als es tatsächlich ist – oft auch in Gegenwart des Kindes.

Zuhause wird dem Kind jedoch häufig das genaue Gegenteil kommuniziert: Warum es nicht so brav sei wie M., so fleißig wie L., so höflich wie F. und/oder so klug wie Z; kurzum, nicht so, wie das Kind eben ist.

Wohlwollende Vergleiche bleiben in (über)kritischen und/oder -ambitionierten Elternhäusern oftmals aus, weil der Fokus auf den Mängeln, Makeln und Schwächen des Kindes liegt, die es auszumerzen gilt – zum vermeintlich Besten des Kindes.

Was ist mit dem Kind?

Was geschieht nun mit dem Kind, das diese widersprüchlichen verbalen und nonverbalen Äußerungen aufnimmt – es also auf der einen Seite von den Eltern über den grünen Klee gelobt wird, während es wenige Zeit später dem kritischen (und negativ ausfallenden) Vergleich mit anderen ausgesetzt wird?

Es kann sich im Grunde genommen nur „falsch“ verhalten, denn es ist nicht in der Lage, die Widersprüchlichkeit der beiden Äußerungen aufzulösen. Insbesondere dann nicht, wenn sie sich diametral entgegenstehen.

Der beste Vergleich: Der Vergleich mit sich selbst zu einem früheren Zeitpunkt

Wenn Sie als Elternteil Ihrem Kind eine Rückmeldung über seine Leistung geben möchten, beschränken Sie sich auf folgenden Vergleich:

Vergleichen Sie die jetzige Leistung Ihres Kindes mit seiner Leistung zu einem früheren Zeitpunkt. Was hat es seitdem gelernt, worin hat es sich gesteigert? Was klappt besser als früher? Wo benötigt es noch Unterstützung? Wie könnte diese Unterstützung aussehen? Beziehen Sie Ihr Kind in diese Überlegungen (altersgerecht) ein.

Wenn Sie selbst betroffen waren und unter den widersprüchlichen Botschaften Ihrer Bezugspersonen gelitten haben, fügen Sie ein kleines, aber sehr machtvolles Wort in Ihren Gedankengang ein: Das Wort „und“.

        • „Ich kann klug sein UND ich kann nicht alles wissen.“
        • „Ich kann stark sein UND ich kann auch schwach sein.“
        • „Ich habe Angst UND ich kann es trotzdem angehen.“

Und vergessen Sie eines nicht: So, wie Sie sind, sind Sie völlig einzigartig. Ein Unikat. Damit bleibt Ihnen im Grunde genommen nur noch ein Vergleich:

Der Vergleich mit einer früheren Version Ihrer selbst.

Meine Frage an Sie: Welche widersprüchlichen Botschaften richteten Ihre Eltern an Sie? Wie sind Sie damit umgegangen?

 

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© 2022 Romy Fischer

Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash
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Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten

Eine passende Beratung zu finden ist wie die Suche nach dem bzw. der richtigen Partner:in.

Ja, salopp ausgedrückt trifft das den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Doch was genau haben die Partnersuche und die Suche nach dem oder der richtigen Berater:in gemeinsam? In beiden Fällen geht es darum jemanden zu finden, der oder die zu einem passt.

Wie können wir uns dieser Passung annähern? Erinnern Sie sich daran, was Sie an Ihrer jetzigen (oder auch einer vergangenen) Partnerschaft schätzen bzw. schätzten. Welche Eigenschaften und Verhaltensweisen trugen zu einer guten Partnerschaft bei?

Waren es möglicherweise …

    • … gegenseitiges Vertrauen?
    • … überwiegendes Verständnis?
    • … gegenseitige Sympathie?
    • … Verlässlichkeit?
    • … Loyalität?
    • … ein ähnlicher Humor?
    • … Hilfe und Unterstützung, auch und gerade, wenn es schwierig wurde?
    • … das Gefühl, als Mensch wahrgenommen und angenommen zu sein?

Natürlich ist diese Liste unvollständig, denn sie soll vor allem eines veranschaulichen: Der Faktor Mensch ist entscheidend.

Im realen Kontakt stehen uns alle Sinne zur Verfügung, um in Sekundenbruchteilen einzuschätzen, ob wir jemanden (spontan) mögen oder nicht. Einige davon entfallen jedoch in der virtuellen Interaktion. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass es dadurch unmöglich wird, den oder die passende Berater:in zu finden, ganz im Gegenteil. Denn auch im virtuellen Kontakt steht uns etwas sehr Wichtiges zur Verfügung, auf das Sie hören sollten: Ihr Bauchgefühl, das Ihnen dabei hilft, die passende Beratung zu finden.

Überlegen Sie einmal …

    • Fühlen Sie sich im Kontakt mit dem/der Berater:in grundsätzlich wohl?
    • Fühlen Sie sich gehört und gesehen?
    • Fühlen Sie sich (grundsätzlich) verstanden?
    • Fühlen Sie sich ernst genommen?

Wenn Sie sich diese Fragen stellen und dabei in sich hineinhorchen und hineinspüren, dann spüren Sie in der Regel sehr deutlich, ob Sie an die für Sie passende Person geraten sind, die Sie und Ihr Anliegen im Fokus hat und Ihnen die Unterstützung zukommen lässt, die Sie benötigen. Und das nicht in Form einer Abhängigkeitsbeziehung, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe in einer für Sie individuell passenden Beratung

Meine Frage an Sie: Welche Werte sind Ihnen wichtig? Worauf können Sie keinesfalls verzichten?

 

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© 2022 Romy Fischer