Wie Familienrolle und der Selbstwert zusammenhängen

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Wie Familienrolle und Selbstwert zusammenhängen 

Zwischen dem Selbstwertgefühl und der Familienrolle besteht ein enger Zusammenhang. Je nachdem, welche Rolle man in seiner Familie innehatte, hatte das massive Auswirkungen darauf, für wie wertvoll man sich bis heute (größtenteils unbewusst) hält.

Wie die Familienrolle und der Selbstwert zusammenhängen und warum es sich lohnt, an seinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, erfahren Sie im heutigen Beitrag.

SELBSTWERT UND SELBSTWERTGEFÜHL

Da im allgemeinen Sprachgebrauch die beiden Begriffe Selbstwert und Selbstwertgefühl synonym gebraucht werden, möchte ich kurz unterstreichen, dass das Selbstwertgefühl das subjektive Gefühl dessen ist, was man wert zu sein glaubt.

Korrekterweise müsste man daher vom Selbstwertgefühl sprechen, denn der Wert eines jeden Menschen ist gleich: Jeder Mensch ist gleich viel wert – keiner weniger oder mehr als der andere. 

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WIE DIE FAMILIENROLLE DEN SUBJEKTIVEN SELBSTWERT BEEINFLUSST

Familie als solche, aber auch die darin eingenommene bzw. zugewiesene Rolle innerhalb einer Familie, hat einen großen Einfluss darauf, mit welchem Selbstwertgefühl ein Kind heranwächst.

Dabei muss es keineswegs eine dysfunktionale Rolle sein – es kann sich dabei auch um bestimmte elterliche Erwartungen an das Kind handeln, die seinen gefühlten Selbstwert beeinflussen.

So werden beispielsweise bereits an Jungen und Mädchen unterschiedliche Erwartungen herangetragen: Mädchen sollen „brav sein“, werden öfter in den Haushalt eingebunden und werden häufig in die Rolle der Kümmernden gedrängt, insbesondere dann, wenn Geschwister vorhanden sind.

Jungen hingegen sollen „tapfer sein“, ihre Emotionen verbergen und/oder mit sich selbst ausmachen sowie unabhängig(er) sein – oder als große Brüder besonders auf ihre kleinere Schwester „aufpassen“.

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FOLGEN EINES GERINGEN SELBSTWERTGEFÜHLS

Da das Kind sich angepasst und unauffällig verhält, in der Regel das tut, was ihm aufgetragen wird und sich stets darum bemüht, niemandem zur Last zu fallen, entsteht bei den Eltern der Eindruck, ein „pflegeleichtes“ oder „wohlgeratenes“ Kind zu haben.

Nur allzu oft resultiert das brave bzw. folgsame Verhalten jedoch daraus, dass das Kind von seinen Bezugspersonen in die Rolle des gehorsamen, vernünftigen Kindes hineingedrängt wurde.

Doch nicht nur die angepassten Kinder sind davon betroffen. Es betrifft auch jene Kinder, die auf den ersten Blick das Familiengefüge zu sprengen drohen, wiederholt Konflikte heraufbeschwören oder Themen ansprechen, die vermeintlich zum Wohle aller unausgesprochen bleiben sollten.

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WAS MAN GEGEN EINEN GERINGEN SELBSTWERT TUN KANN

Wenn Sie unter einem geringen Selbstwertgefühl leiden, haben Sie sicherlich schon vieles unternommen, um Ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Gerade in der Selbsthilfe-Literatur finden sich zahlreiche Anleitungen und Übungen, die das Selbstwertgefühl steigern sollen.

Leider ist es so, dass die Arbeit am eigenen Selbstwertgefühl oft viel Zeit erfordert. Gerade wenn einem Kind sehr früh vermittelt wurde, dass es weniger wert sei als die Eltern, Geschwister und/oder Cousinen bzw. Cousins, kann es sich um eine Lebensaufgabe handeln.

Das Selbstwertgefühl entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern bildet sich in Beziehung mit anderen Menschen heraus. 

Nicht nur die Erfahrung von eigener Kompetenz, sondern auch die Wertschätzung der eigenen Person durch sich selbst, aber eben auch durch unsere Mitmenschen tragen erheblich dazu bei, sich seines Wertes bewusst(er) zu werden.

Je stärker unser Selbstwertgefühl an unsere Fähigkeiten gekoppelt ist, desto verunsicherter werden wir häufig, wenn es um Zwischenmenschliches geht.

Fragen wie:

  • „Bin ich überhaupt liebenswert?“
  • „Bin ich in Ordnung, so wie ich bin?“
  • „Bin ich interessant (genug)?“
  • „Darf ich Wünsche haben?“
  • „Darf ich überhaupt existieren?“

tauchen immer wieder insbesondere dann auf, wenn wir auf uns selbst zurückgeworfen werden. Wenn unklar ist, was andere von uns halten – oder auch, wenn wir uns in einer ambivalenten oder unsicheren Beziehung zu uns selbst befinden.

Niemand ist eine Insel, heißt es. Das bezieht sich auch auf das Selbstwertgefühl, dass von Beginn an in und durch die Beziehung zu anderen Menschen (in der Regel unseren Eltern) entstanden ist – und deshalb auch in Beziehung „geheilt“ bzw. „gestärkt“ werden sollte.

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SIND DIE ELTERN SCHULD?

Schuld ist in diesem Zusammenhang ein schwieriger Begriff. Treffender wäre: Verantwortlich, denn die Verantwortung für das Wohlergehen eines Kindes liegt bei den Eltern bzw. Bezugspersonen.

Doch auch wenn die Eltern in der Regel zugleich auch die engsten Bezugspersonen darstellen, bedeutet das nicht, dass ihr Einfluss auf den subjektiven Selbstwert allumfassend und unumkehrbar ist. 

Tatsächlich können bereits einzelne Personen, die wohlmeinend, wertschätzend und unterstützend waren, einen großen und entscheidenden Unterschied machen. Das können Lehrer:innen, Verwandte und/oder Freund:innen gewesen sein.

Vielleicht erinnern Sie sich an so jemanden in Ihrem Leben, dessen oder deren positiver Einfluss Sie nachhaltig geprägt hat?

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ARBEIT AM SELBSTWERTGEFÜHL – MIT UNTERSTÜTZUNG

Gerade, wenn es in Ihrer Vergangenheit niemanden gab, der Sie in der einen oder anderen Weise unterstützt hat, Sie wertschätzend behandelte und Ihnen vermittelte, dass Sie liebenswert seien, kann es notwendig sein, sich professionelle Unterstützung und Begleitung zu suchen. 

Da das Selbstwertgefühl sich auf und in jedem Lebensbereich auswirkt, ist es umso wichtiger, es aufzubauen und zu fördern  – es wirkt sich wie der Steinwurf in einen See aus, der Wellen schlägt:

  • Auf Ihre Beziehung zu sich selbst
  • Auf Ihre Beziehung zu anderen
  • Auf Ihren Beruf bzw. Ihr berufliches Standing
  • Die anderen Bereiche Ihres Lebens, in denen Sie sich bislang schwertaten

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Meine Frage an Sie:

Wie war Ihr Selbstwertgefühl in Ihrer frühen Kindheit ausgeprägt? Wie in Ihrer Jugend?Fühlten Sie sich als Kind gesehen? Durften Sie Bedürfnisse haben?

Eine wichtige Erinnerung an Sie

  • Sie sind wertvoll. Ohne Wenn und Aber.

Wenn Sie bei diesem Prozess eine empathische Unterstützung benötigen, melden Sie sich gerne bei mir.

 

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© 2021 Romy Fischer

Perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen

Photo by Frankie on Unsplash
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Perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen

Eine Anleitung zum Scheitern in 10 Schritten. So scheitert garantiert jede Beratung. 

Im heutigen Beitrag finden Sie die perfekte Anleitung für gescheiterte psychologische Beratungen – online und offline. 

Hinweis vorab: Dieser Beitrag versteht sich als nicht sonderlich ernst gemeint, soll Sie aber bestenfalls zum Nachdenken darüber anregen, mit welchen Erwartungen und Verhaltensweisen Sie sich möglicherweise selbst sabotieren und eine Veränderung verhindern.

Photo by Adam Winger on Unsplash
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Schritt 1:  Stillstand. Sie wollen überhaupt keine Beratung, weder online noch offline.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Im Grunde genommen wollen Sie überhaupt nicht beraten werden – schon gar nicht psychologisch oder online. Deswegen setzen Sie von vorneherein alles daran, die Beratung scheitern zu lassen.

Wie? Sie verweigern das Gespräch, stellen das Mikrofon ab und/oder machen nebenbei etwas anderes. Ganz sicher jedoch sprechen Sie nicht über sich und Ihr Anliegen.

Schritt 2:  Sie halten psychologische Beratung für esoterischen Hokuspokus

… und sind enttäuscht, wenn weder Esoterik noch Hokuspokus zum Einsatz kommen. Und noch enttäuschter werden Sie, wenn Sie feststellen, dass in erster Linie kommuniziert wird und Sie Ihr Anliegen in Worte kleiden müssen.

Weder lassen sich Ihre Gedanken lesen noch kann man Ihnen Ihre Probleme zwangsläufig ansehen. Noch unwahrscheinlicher ist es, sie mit einem Fingerschnipsen verschwinden zu lassen.

Schritt 3:  Sie erwarten ein Wunder.

Und zwar jetzt gleich. Spätestens aber morgen.

Weder haben Sie die Zeit noch die Muße, sich eingehend mit sich selbst zu befassen oder etwas dafür zu tun, das eine Veränderung einleiten könnte.

Immerhin bezahlen Sie für die gebuchte Zeit und da könnte man doch zumindest erwarten, dass Sie nicht auch noch selbst (mit)arbeiten müssen. Oder?

Schritt 4:  Sie wollen eigentlich nichts verändern.

Im Prinzip soll sich alles von jetzt auf gleich ändern, aber ohne, dass sich etwas ändert. Vor allem aber nicht Sie selbst.

Wenn sich jemand ändern sollte, wären das ohnehin die anderen. Alles soll sich ändern und alles soll gleich bleiben. Zur selben Zeit.

Kurzum, ein Paradoxon.

Schritt 5:  Sie haben keine Zeit.

Ja, es wäre nett, wenn sich etwas zum Besseren ändern würde, aber leider fehlt Ihnen die Zeit dafür.

Zu viele Termine, Pflichten, Interessen und abschalten möchte man ja auch noch. Deshalb soll ein einziges Gespräch im Idealfall alles richten, was derzeit in Schieflage geraten ist, denn über mehr Zeit verfügen Sie leider nicht.

Und überhaupt – Zeit ist Geld.

Schritt 6:  Sie haben überhaupt nicht nachgedacht, was Sie sich von einer Beratung erhoffen

… denn immerhin ist es die Aufgabe des bzw. der Berater:in, Ihnen zu sagen, wieso Sie die Beratung in Anspruch nehmen. Dafür zahlen Sie schließlich, oder nicht?

Schritt 7:  Ihre Umgebung ist alles andere als ungestört.

Jederzeit könnten Ihr:e Partner:in, Ihre Kinder oder jemand anderes in das Beratungsgespräch hineinplatzen. Privatsphäre? Ein Rückzugsort? Ein Ort, an dem Sie sich fallen lassen könnten? Fehlanzeige.

Draußen lärmt außerdem eine Baustelle, Ihre Nachbarn streiten sich lautstark, das Telefon klingelt permanent und im Hintergrund laufen das Radio und/oder der Fernseher.

Ablenkung ist also vorprogrammiert.

Schritt 8:  Sie sind unehrlich, erfinden Geschichten und sprechen über alles Mögliche, nur nicht über sich und Ihre Situation.

Der Baron von Münchhausen würde vor Neid erblassen angesichts der Geschichten, die Sie zu erzählen haben. Ausschweifend, ausgeschmückt und alles, nur nicht wahr.

Oder Sie erzählen wiederholt von Ihrem Nachbar und dessen Problemen, lassen sich ausschweifend über das Wetter oder Ihr Frühstück aus. Sobald das Gespräch eine andere – tiefere Wendung – nimmt, blocken Sie ab, steigen Sie aus oder tauchen ganz unter.

Schritt 9:  Sie wollen einfach nur Zustimmung und hören, dass Sie recht haben und die anderen unrecht. 

Sie bezahlen Ihr hart verdientes Geld und nehmen folglich für sich in Anspruch, dass man Ihnen recht gibt, nicht widerspricht und Ihnen grundsätzlich nach dem Mund redet. Wer zahlt, schafft schließlich an.

Alternative Sichtweisen, mögliche blinde Flecken und ein kritischer Blick von außen sind nicht gefragt. Stattdessen möchten Sie ausschließlich bestätigt werden, kontinuierlich Zustimmung erhalten und sich keinesfalls mit einer potenziellen Gegenstimme auseinandersetzen.

Schritt 10:  Sie bleiben bei dem bzw. der falschen Beraterin, obwohl nichts stimmt: Weder die Chemie noch das Vertrauen.

Auch nach dem zehnten Gespräch, das Ihnen Bauchschmerzen bereitet, bleiben Sie bei der Person, für die Sie sich entschieden haben. Und das, obwohl Sie sich permanent missverstanden, nicht gehört oder wertgeschätzt fühlen und auch nicht in der Lage sind, zumindest eine gewisse Vertrauensbasis aufzubauen. Denn schließlich haben Sie bereits einiges Geld investiert, oder? Das kann schließlich nicht umsonst gewesen sein.

Zähne zusammenbeißen und durchhalten ist Ihre Devise. Was lange währt, wird endlich gut – so lautet Ihre Hoffnung.

Photo by Michael Oxendine on Unsplash
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Wie es mit der psychologischen Beratung doch noch klappen kann

Sie ahnten bereits beim Lesen des Titels, dass es sich um eine äußerst überspitzte Darstellung handelt. Tatsächlich sind viele der geschilderten Verhaltensweisen einfach nur menschlich. Wir setzen uns ungern mit unseren Schattenseiten, schlimmen Erlebnissen und/oder unserem Scheitern auseinander.

Gerade, wenn Sie erstmals darüber nachdenken, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann es sehr gute und valide Gründe dafür geben, sich selbst (vor weiteren) Verletzungen und/oder Enttäuschungen schützen zu wollen.

Trotzdem können Sie die Anti-Anleitung dazu nutzen, sich selbst einmal in Ruhe zu fragen, welche möglichen Gegenschritte sinnvoll wären, um aus der gescheiterten Beratung eine erfolgreiche bzw. gelungene Beratung zu machen. Zudem hilft sie Ihnen  dabei zu reflektieren, welche Hemmnisse und/oder Hindernisse Sie davon abhalten, sich auf eine Beratung und den Prozess zur Veränderung einzulassen.

Sprechen Sie Ihre Ängste, Sorgen und Zweifel am besten sobald wie möglich an, denn in der Beratung stehen Sie mit Ihrem Anliegen im Fokus.

Wenn Sie weitere Unterstützung oder Tipps benötigen, können Sie dazu auch den Artikel „Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten“ lesen. Darin gehe ich darauf ein, anhand welcher Kriterien Sie eine Entscheidung für oder gegen einen bzw. eine Beraterin treffen können. 

Sie möchten mit mir zusammenarbeiten?

Im Erstgespräch erfassen wir Ihre persönliche Situation sowie Ihr individuelles Anliegen. Gemeinsam eruieren wir, welche Form und Intensität der Beratung für Sie infrage kommt. Ich stehe Ihnen dabei unterstützend und beratend zur Seite - empathisch, wertfrei und transparent. (Bildquelle: Photo by Danilo Batista on Unsplash)

 

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© 2022 Romy Fischer

Wenn die Familie zur Belastung wird

Photo by Milada Vigerova on Unsplash
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Wenn die eigene Familie zur Belastung wird

Was tun, wenn die Familie zur Belastung wird und/oder krank macht, wenn familiäre Konflikte sich nicht auflösen lassen? Wenn Sie immer wieder gegen Wände anrennen und jegliche Kommunikationsversuche scheitern?

Heute stelle ich Ihnen den ersten Teil der mehrteiligen Serie „Familienrollen – Wenn die Rolle in der Familie zum Gefängnis wird“ vor, die Ihnen dabei helfen können, sich selbst, die Beziehung zu Ihren Bezugspersonen sowie Ihre Kindheit bzw. Jugend besser zu verstehen.

DAS PROBLEM MIT DEN FAMILIENROLLEN

Das Problematische an Familienrollen ist, dass sie zum einen dem Kind oftmals lange anhaften und es sich zum anderen aus eigener Kraft nicht daraus befreien kann. Es wird von seinen Bezugspersonen ausschließlich in der ihm zugewiesenen Rolle wahrgenommen und dementsprechend behandelt, oftmals mit fatalen Folgen für die weitere kindliche Entwicklung.

Eine Beziehung auf Augenhöhe zwischen Eltern und Kind ist auf dieser Basis nicht möglich, aber (auf unbewusster Ebene) auch nicht wünschenswert. Wie es dazu kommt, lesen Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Photo by Luise and Nic on Unsplash
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FAMILIENROLLEN – ORIENTIERUNG ODER GEFÄNGNIS?

Der heutige Beitrag bildet den Auftakt der mehrteiligen Serie „Familienrollen – Wenn die Rolle in der Familie zum Gefängnis wird“, in der ich nach und nach die verschiedenen Familienrollen beleuchten werde, die ein Kind innerhalb seiner Familie einnehmen kann. 

In den meisten Familien existieren bestimmte Rollen für die einzelnen Familienmitglieder. Solange diese flexibel bleiben, variieren und sich weiterentwickeln (dürfen), ist das auch unproblematisch.

Was aber, wenn ein Familienmitglied auf eine Rolle reduziert wird, die er/sie nicht mehr loswird? Wenn es aus Sicht seiner Bezugspersonen mit dieser Rolle verschmilzt?

Photo by Marco Chilese on Unsplash
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DAS SORGENKIND

Die Familienrolle als Sorgenkind

Das sogenannte Sorgenkind kann innerhalb einer Familie in mehreren Formen in Erscheinung treten.

Meist wird diese Rolle in einer Familie vergeben, wenn mehrere Kinder vorhanden sind. Dabei erfolgt eine Aufteilung in diejenigen, die im Familienalltag weitgehend „problemlos“ mitlaufen, den Eltern wenig Umstände bereiten und überwiegend folgsam sind – und schließlich das Sorgenkind, das seine Bezugspersonen ständig zu fordern scheint – zumindest aus Elternsicht.

Was das Ganze problematisch macht

Das zentrale Problem besteht darin, dass das Kind nur noch aus dieser Perspektive wahrgenommen wird: Der Fokus liegt nur noch auf dem, was nicht funktioniert, nicht gut (genug) funktioniert und/oder misslingt. Selbst kleine Fehler und unbedeutende Missgeschicke werden zu großen Vergehen stilisiert und/oder als Bestätigung dafür genutzt, dass man sich zurecht ständig um das Kind sorgen müsse.

Der elterliche Blick verengt sich auf die Defizite, während alles andere weitgehend ausgeblendet wird; positive Eigenschaften, positives Verhalten und/oder Erfolge werden nur noch als punktuelle Einzelereignisse registriert und oftmals darüber hinaus auch noch heruntergespielt.

Das Kind bzw. der/die Jugendliche scheint lebensuntüchtig zu sein und die permanente Aufmerksamkeit und Kontrolle der Eltern zu benötigen. Das Paradoxe dabei: Es verhält sich genau umgekehrt – oftmals sind die Eltern diejenigen, die die vermeintlichen kleinen und großen Vergehen dazu nutzen, von etwas Wesentlichem abzulenken.

Vom eigentlichen Problem ablenken

Das Sorgenkind (oder auch der/die Symptomträger:in) übernimmt dabei eine Stellvertreterfunktion, die dazu dient, das gesamte familiäre System bzw. die Beziehung der Eltern zueinander aufrechtzuerhalten.

Es soll in der Regel von den persönlichen Problemen der einzelnen Elternteile, aber von auch bestehenden Konflikten zwischen den Eltern ablenken. In den seltensten Fällen geht es dabei tatsächlich um das Kind bzw. sein Verhalten, vielmehr werden auf diese Weise familiäre Konflikte überdeckt, die das Familiensystem gefährden und/oder sogar zusammenbrechen lassen könnten. Das ist zugleich auch der Grund, weshalb sich das Sorgenkind aus (unbewusster) Elternsicht nicht weiterentwickeln darf.

Kämpfen oder aufgeben?

Welche Alternativen bleiben dem Kind, das auf diese Weise zum Symptomträger der Familie geworden ist?

  • Es erfüllt die elterliche Erwartung bzw. Projektion.
  • Es kämpft (oftmals erfolglos) gegen sie an.
  • Es entzieht sich dem elterlichen Zugriff durch reduzierten (dosierten) Kontakt.
  • Es bricht die Beziehung zu den Eltern endgültig ab (innerlich und/oder äußerlich).

Oftmals bleibt dem Kind als Erwachsene:r nur noch die Option, sich zwischen seiner Familie und sich selbst zu entscheiden.

Während in einer funktionalen Familie die Weiterentwicklung der Eltern-Kind-Beziehung möglich ist und spätestens mit der finanziellen Unabhängigkeit des Kindes auf Augenhöhe erfolgt, muss in einem dysfunktionalen Familiensystem das Sorgenkind aus Elternsicht Kind bleiben – und zwar das Kind, um das sie sich sorgen können.

Photo by Isaiah Rustad on Unsplash
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Meine Frage an Sie:

Welche weiteren Rolle(n) kennen Sie? Wie haben diese Ihre Beziehung zu Ihren Eltern geprägt? Gab es Unterschiede zwischen Ihren Elternteilen?

Eine wichtige Erinnerung an Sie

    • Sie sind jetzt erwachsen.
    • Sie dürfen Ihre Rolle ablegen.
    • Sie dürfen sich weiterentwickeln.
    • Sie dürfen Sie selbst sein.

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Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück – Teil 3

Photo by Stan B on Unsplash
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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 3

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den dritten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) DANKBARKEIT

Vergessen Sie nicht, ab und zu dankbar zu sein.

In einer Welt, in der materieller Reichtum mehr denn je zählt, neigen wir nur allzu leicht dazu, unser Glück von unserem Besitz abhängig zu machen – und wollen ihn folglich immer weiter steigern.

Betrachten Sie einmal all die Dinge um sich herum, die Sie bereits besitzen, die Menschen, die Sie umgeben und fragen Sie sich, ob Sie nicht bereits sehr viel haben, wofür Sie dankbar sein können.

Photo by Debby Hudson on Unsplash
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2. ) LACHEN ALS MEDIZIN

Lachen ist die beste Medizin – und es ist außerdem ansteckend.

Es gibt Zeiten, in denen es sich gut anfühlt, sich seiner Trauer oder Niedergeschlagenheit hinzugeben.

Aber wenn Sie sich wieder wirklich gut fühlen möchten, dann sollten Sie laut und aufrichtig lachen; über sich selbst, über die Situation, über einen lustigen Film oder ein lustiges Video, einen verrückten Gedanken … Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Lachen und Lächeln, das aus Ihrem tiefsten Inneren kommt, bewirkt viel mehr als Betäubungsmittel (Alkohol) oder Glücklichmacher (Schokolade).

Photo by Allef Vinicius on Unsplash
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3. ) WAHLVERWANDTSCHAFT: FREUNDSCHAFTEN SIND GOLD WERT

Erinnern Sie sich an Ihre Bekannten, an Ihre Freundinnen und Freunde.

Freund:innen sind nicht nur in den sonnigen Zeiten des Lebens an Ihrer Seite, sondern stehen Ihnen auch in schwierigen Situationen bei.

Ihre Freund:innen glauben an Sie, auch und gerade, wenn Sie selbst an sich (ver-) zweifeln. Wann haben Sie sich das letzte Mal bei einem guten Freund oder einer guten Freundin gemeldet?

Wann waren Sie selbst das letzte Mal ein:e gute:r Freund:in?

Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash
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4. ) SICH SELBST TREU BLEIBEN 

Bleiben Sie sich selbst treu, verbiegen Sie sich nicht ständig für andere.

Verbiegen Sie sich nicht, um anderen zu gefallen oder um in die Gesellschaft zu passen.

Das heißt nicht etwa, dass Sie egoistische oder narzisstische Charaktereigenschaften pflegen sollen, sondern vielmehr, dass Sie Ihrem inneren Kompass folgen sollten, der Ihnen meistens sehr genau mitteilt, was für Sie stimmig und/oder richtig ist und was nicht.

Verabschieden Sie sich von Dingen, die Sie verletzen oder die Ihnen das Gefühl vermitteln, Sie seien wenig(er) wert. Seien Sie sich selbst ein:e gute:r Freund:in.

Die längste Beziehung Ihres Lebens führen Sie schließlich mit sich selbst. Wäre es da nicht naheliegend, die Beziehung zu sich selbst und seinen Werten zu pflegen?

Photo by Ali Kazal on Unsplash
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5. ) SICH ZEIT LASSEN, ZEIT NEHMEN UND ZEIT GEBEN

Zeit ist ein kostbares Gut, mit dem Sie bedächtig umgehen sollten.

Gleichzeitig ist sie eines der wenigen Dinge, die wir als völlig selbstverständlich ansehen, bis sie uns davonläuft.

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, sagt man häufig, wenn es um Veränderungsprozesse geht. Das gilt auch für Ihr Leben.

Steigen Sie ab und zu aus dem Hamsterrad aus, gönnen Sie sich eine Auszeit und lassen Sie den täglichen Stress und Wahnsinn für eine Weile hinter sich. In der Regel geht die Welt nicht davon unter, wenn Sie Ihr Tempo ein wenig entschleunigen.

Zeit ist Währung und Ressource zugleich – gehen Sie großzügig mit ihr um, wenn es um Sie geht und sparsam, wenn es um andere geht.

Jeder Mensch hat sein eigenes Lebenstempo und es ist niemals Ihre Aufgabe, das Tempo eines anderen Menschen zu Ihrem zu erklären.

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Meine Frage an Sie: Wie gehen Sie mit sich selbst um? Welchen Umgang pflegten Ihre Eltern bzw. Ihre Bezugspersonen mit sich selbst – waren sie hart und unnachgiebig, ließen sie sich gehen und/oder schufteten sie von früh bis spät, ohne sich jemals die Zeit für sich selbst und ihre Bedürfnisse zu nehmen?

 

WENN SIE MERKEN, DASS SIE ALLEINE NICHT WEITERKOMMEN

Sie fragen sich noch immer, warum Sie so unglücklich sind? Was in Ihrem Leben Sie unzufrieden macht, obwohl äußerlich alles in Ordnung scheint?

Zögern Sie sich nicht, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen. Das kann das Gespräch mit einem bzw. einer guten Freundin sein, eine psychologische Beratung und/oder ein Anruf bei der Telefonseelsorge.

Wenn Sie mit mir arbeiten möchten, schreiben Sie mir gerne eine Nachricht via E-Mail an kontakt@romy-fischer.de oder nutzen Sie das Kontaktformular. Sie sind nicht alleine.

 

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Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück – Teil 2

Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash
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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 2

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den zweiten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) ANDEREN GUTES TUN

 Tun Sie anderen Menschen etwas Gutes. 

Ob es sich um ein aufrichtig gemeintes Kompliment handelt, eine Hilfestellung bei einer Aufgabe oder darum, jemandem ein:e gute:r Zuhörer:in zu sein – wenn Sie bereit sind, anderen Gutes zu tun, tun Sie sich selbst ebenfalls gut, denn Ihr eigenes Wohlbefinden steigert sich dadurch.

Photo by Nathan Dumlao on Unsplash
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2. ) ERFOLGE FEIERN

Feiern Sie sich und Ihre Erfolge – die großen und seltenen, aber auch die kleinen und alltäglichen.

Sei es die bestandene Klausur, das erfolgreiche Gespräch mit Ihren Vorgesetzten oder auch nur so etwas Alltägliches wie der angefallene Haushalt, den Sie gemeistert haben. Es ist nichts Verkehrtes daran, sich für Geschafftes zu loben – ganz im Gegenteil! Denn wie oft würdigt man seine eigenen täglichen Anstrengungen und Leistungen nicht und putzt sich für schiefgegangene Kleinigkeiten stattdessen auch noch herunter?

Sich selbst und seine Leistungen anzuerkennen sind daher ein wichtiger Schritt zu einem besseren Wohlbefinden.

Photo by Brett Garwood on Unsplash
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3. ) ANSPRUCH AUF PERFEKTION ABLEGEN

Legen Sie Ihre perfektionistische Anspruchshaltung ab.

Es ist eine weit verbreitete Illusion, dass die Dinge um einen herum perfekt zu laufen haben. Denn das tun sie in der Regel nicht. Ebenso wenig ist der Mensch dazu in der Lage, ‚perfekte‘ Ergebnisse oder Verhaltensweisen abzuliefern. Perfektion – ergo Vollendung – bedeutet Stillstand. Leben jedoch ist ein Prozess.

200 % Einsatz sollten Sie dann geben, wenn Sie selbst davon überzeugt sind, dass es Sie weiterbringt – nicht, wenn andere es Ihnen auftragen.

Fokussieren Sie Ihren Blick auf die wesentlichen Dinge, die es wert sind, sich dafür anzustrengen.

Photo by Zach Lucero on Unsplash
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4. ) VERZEIHEN KÖNNEN

Üben Sie sich im Verzeihen. Auch und vor allem sich selbst gegenüber.

Es lebt sich wesentlich leichter, wenn man sich und anderen Menschen hin und wieder verzeiht. Wir alle machen Fehler, verhalten uns gelegentlich falsch oder sind schlecht gelaunt und entsprechend wenig rücksichtsvoll. Aber nicht jede Kleinigkeit sollte Ewigkeiten nachgetragen werden.

Nicht zu verzeihen sollten Sie sich für die wirklich wichtigen Dinge aufheben, denn innerlicher Groll ist ein schleichendes Gift, das in erster Linie Ihnen selbst schadet.

Zu verzeihen kann befreiend sein – für Sie selbst und auch für Ihr Gegenüber.

Photo by Paul Gilmore on Unsplash
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5. ) SICH SELBST REFLEKTIEREN

Reflektieren Sie sich selbst.

Nehmen Sie sich regelmäßig die Zeit und gehen Sie in sich. Hinterfragen Sie Ihr Verhalten, Ihren Umgang mit anderen und natürlich auch mit sich selbst.

    • Sind Sie zufrieden damit?
    • Wo hakt es noch?
    • Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
    • Wer oder was fehlt Ihnen zur Umsetzung?

Wir können an uns wachsen, gerade an unseren Fehlern und Schwächen.

Umso wichtiger ist es, sich selbst infrage zu stellen und an sich zu arbeiten. Wie schon im 3. Punkt dargestellt, ist das Leben ein ständiger Prozess, kein endgültiger Zustand.

Das klingt nach Anstrengung? Sicherlich, das ist es auch. Sofern Sie aber nicht auf dem gleichen Stand Ihrer Persönlichkeitsentwicklung stehen bleiben wollen, sollten Sie sich selbst die Zeit und Mühe wert sein.

Photo by Christopher Sardegna on Unsplash
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Meine Frage an Sie: Erkennen Sie sich selbst und Ihre Leistungen wirklich an? Warten Sie insgeheim darauf, dass Ihre Eltern Ihnen die Anerkennung entgegenbringen, die Sie sich heimlich immer gewünscht haben?

 

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Warum bin ich so unglücklich? 5 Wegweiser zum Glück

Photo by Averie Woodard on Unsplash
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5 Wegweiser zum Glück(lichsein) – Teil 1

Warum bin ich so unglücklich? Warum bin ich immer so unzufrieden? Heute stelle ich Ihnen den ersten Teil der Serie 5 Wegweiser zum Glücklichsein vor, die Ihnen dabei helfen können, sich zufriedener mit sich und Ihrem Leben zu fühlen.

 

1. ) SCHLUSS MIT VERGLEICHEN

Hören Sie auf, sich mit anderen Menschen zu vergleichen. Oder: Vergleichen Sie sich ab heute nur noch mit einer früheren Version Ihrer selbst.

Fragen Sie sich oft, warum Sie unglücklich sind? Versuchen Sie, bei sich selbst zu bleiben, den Fokus auf sich und Ihr Leben zu richten. Es wird immer Menschen geben, die vermeintlich mehr als Sie zu haben scheinen – aber ebenso gibt es auch Menschen, die sehr viel weniger besitzen als Sie.

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2. ) UNERREICHBARES GLÜCK

Rennen Sie nicht dem großen und unerreichbaren Glück* hinterher.

Wenn Sie mit Scheuklappen und einem Tunnelblick durch das Leben gehen, entgehen Ihnen sehr viele kleine Glücksmomente, kleine Freuden, die Sie bereichern und Ihre Zufriedenheit steigern können. Ihre Aufmerksamkeit kann sich auf das Defizitäre richten – oder aber auf das, was Sie bereits haben oder auf Ihrem Weg zum Ziel finden können.

*Ersetzbar durch: Geld, Immobilien, Partner:in …

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3. ) BEWUSSTHEIT FÜR DEN AUGENBLICK

Leben Sie bewusst in der Gegenwart, nicht (ausschließlich) in der Vergangenheit oder Zukunft.

Schließen Sie mit Ihrer Vergangenheit ganz allmählich Frieden, verzeihen Sie sich Fehler oder die Dinge, die schiefgelaufen sind. Versteifen Sie sich nicht auf das Morgen, sonst verlieren Sie den Blick für das Heute, für das Hier und Jetzt.

Wichtig ist, sich die Gegenwart immer wieder ins Bewusstsein zu rufen: Durch das Hineinspüren in den Körper, die Bewusstheit für das, was Sie gerade tun und/oder das, was Sie im Außen wahrnehmen.

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4. ) NEUES WAGEN

Erweitern Sie Ihren Horizont, indem Sie sich auf neue Erfahrungen einlassen.

Aus alten Gewohnheiten, Umgebungen oder Tätigkeiten auszubrechen kann sehr befreiend sein.

Probieren Sie sich und Ihre Fähigkeiten immer wieder aufs Neue aus, folgen Sie Ihrer Neugier und versuchen Sie sich an Dingen, die Sie bislang vermieden haben.

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5. ) UNGESUNDEN PESSIMISMUS STOPPEN

Setzen Sie hin und wieder Ihre pessimistische Brille ab und sehen Sie die Dinge so, wie sie oftmals sind (und nicht so, wie Sie sie sich in Ihren schlimmsten Vorstellungen auszumalen pflegen).

Pessimist:innen gelten umgangssprachlich als Optimist:innen mit Erfahrungen. Doch zu welchem Preis?

Mit einem Hauch von Optimismus beflügeln Sie sich selbst, in Ihren Gedanken und in Ihren Taten. Sich selbst erfüllende Prophezeiungen funktionieren nicht nur in eine Richtung. Das bedeutet keineswegs, künftig nur noch Luftschlösser zu bauen, sondern eine gesunde Balance zwischen vorweggenommener Enttäuschung und ausufernder Vorfreude zu finden.

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Meine Frage an Sie: Was hält Sie davon ab, sich glücklich zu fühlen? Durfte man in Ihrer Ursprungsfamilie überhaupt glücklich sein, ohne damit gleichzeitig Unglück „heraufzubeschwören“?

 

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Schluss mit Wartelisten: Psychologische Online-Beratung

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Schluss mit Wartelisten: Psychologische Online-Beratung

Ein Großteil der Menschen, der dringend Unterstützung und Hilfe benötigt, erhält sie erst sehr spät – und oftmals überhaupt nicht. Wartelisten mit einer Wartezeit von einem oder sogar zwei Jahren sorgen dafür, dass sich leichte akute Schwierigkeiten chronifizieren oder unmittelbar in eine handfeste Krise verwandeln, die – bei frühzeitiger Hilfe – häufig hätte abgemildert bzw. unter Umständen ganz verhindert werden können.

Zwei der vielen Vorteile von psychologischer Online-Beratung bestehen zum einen in ihrer schnellen Verfügbarkeit und zum anderen in ihrer örtlichen Unabhängigkeit. Die Gespräche erfolgen dabei über Orts- und Zeitgrenzen hinweg.

Damit die Beratung stattfinden kann: Technische Ausstattung

Was Sie für eine Online-Beratung an technischer Ausstattung benötigen? Das sind eine hinreichend stabile Internetverbindung sowie

    • … ein PC Laptop/Tablet (oder Ihr Smartphone)
    • … eine integrierte oder externe Webcam
    • … und schließlich Kopfhörer mit einem Mikrofon.  

Woher wissen Sie, ob Sie mit psychologischer Online-Beratung etwas anfangen können?

Das herauszufinden ist im Grunde genommen sehr simpel: Probieren Sie es im Zweifelsfall einfach aus.

Die meisten Menschen haben Zweifel, fühlen sich unsicher und/oder sind skeptisch, wenn sie das erste Mal online interagieren müssen, insbesondere wenn es um sensible Themen geht. Das ist völlig in Ordnung und mehr als nachvollziehbar. Der Sprung ins Unbekannte kann und darf nicht in einem wasserlosen Betonbecken enden, sondern sollte sicher aufgefangen werden.

Wenn Sie bereits an beruflichen virtuellen Meetings teilgenommen und diese als negativ bzw. unzureichend erlebt haben, kann ich Sie beruhigen: So läuft eine Online-Beratung nicht ab, schon alleine deshalb nicht, weil es bei dieser Beratungsform ausschließlich um Sie und Ihr Anliegen geht. Es ist Ihre Zeit.

9 hilfreiche Fragen zur Orientierung

Zur ersten Orientierung gebe ich Ihnen neun Fragen an die Hand, die Ihnen eine Entscheidung erleichtern:

    1. Möchten Sie sich auf weitere Wartelisten setzen lassen oder sind Sie auf der Suche nach zeitnah verfügbarer professioneller Hilfe?
    2. Scheuen Sie sich davor, psychologische Beratung vor Ort in Form eines Psychologen bzw. einer Psychologin (oder Therapeut:in) in Anspruch zu nehmen?
    3. Möchten Sie eine Veränderung in Ihrem Leben, sind aber räumlich oder zeitlich gebunden? Etwa durch (fehlende) Kinderbetreuung, den Beruf und/oder körperliche Einschränkungen?
    4. Verfügen Sie über einen hinreichend stabilen Internetzugang, ein internetfähiges Gerät wie einen PC (Laptop/Tablet) bzw. ein Smartphone?
    5. Sind Sie mit digitaler Technik vertraut und trauen sich zu, diese für die Kommunikation zu nutzen – oder zumindest einen Versuch zu wagen?
    6. Bereitet Ihnen der Gedanke, sich virtuell zu öffnen, ein leichtes Unbehagen, das Sie überwinden können?
    7. Können Sie sich bewusst eine feste Zeit für die Online-Gespräche nehmen, in der Sie (weitgehend) ungestört sind?
    8. Sind Sie bereit, in sich selbst zu investieren, um an sich und Ihren Themen zu arbeiten?
    9. Möchten Sie wirklich etwas verändern?

Wenn Sie diese Fragen bejahen können (es genügt auch ein zaghaftes „Ja“), sollten Sie das Experiment psychologische Online-Beratung wagen. Im schlimmsten Fall verlieren Sie etwa eine Stunde Ihrer Lebenszeit und etwas Geld. Im besten Fall stellen Sie fest, dass sowohl eine vertrauensvolle (Arbeits-) Beziehung als auch das Besprechen und Auflösen schwieriger Themen durchaus über Videogespräche möglich ist.

In diesem Sinne: Schluss mit Wartelisten!

 

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© 2022 Romy Fischer

Schuldgefühle gegenüber den Eltern

Photo by Hanxiao on Unsplash
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Schuldgefühle

Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Nicht ohne Grund stehen Menschen ungerne in jemandes Schuld. Man spricht davon, seine Schulden zu begleichen, möchte keine Schuld auf sich laden oder von bestehender Schuld freigesprochen werden. Mit Schuldgefühlen, die in der Kindheit und Jugend entwickelt wurden, verhält es sich ähnlich. Sie sind hartnäckige Begleiter.

Schuldgefühle gegenüber den eigenen Eltern

Schuldgefühle gegenüber den eigenen Eltern sind oftmals ein Relikt aus der Kindheit. Sie treten häufig als Folge elterlicher Erziehungsmethoden auf, die dem Kind die Verantwortung für das elterliche Wohlergehen und deren körperlich-emotionale Verfassung im Allgemeinen aufbürden.

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass sich aus Elternschaft der Anspruch auf Dankbarkeit und Wohlverhalten von seinen Kindern ableiten lässt. Dahinter steht häufig die Annahme eines vermeintlichen Generationenvertrags: Erwachsene bekommen Kinder, versorgen diese so lange, bis diese es selbst können und irgendwann einmal im Leben kommt der Zeitpunkt, an dem es sich umgekehrt verhält – die mittlerweile erwachsen gewordenen Kinder versorgen und unterstützen nun ihre alternden Eltern.

Die Vorstellung eines fairen Gebens und Nehmens, die über Generationen hinweg existierte und in den Köpfen vieler Menschen noch heute existiert. Und in der Zeit zwischen Geben und Nehmen werden außerdem jede Menge Schuldgefühle gesät, sowohl bewusst als auch unbewusst.

Schuldgefühle als Nebenprodukt

Dabei ist es eher selten der Fall, dass Eltern sich bewusst dazu entscheiden, ihre Kinder durch den Einsatz von Schuldgefühlen großzuziehen. Vielmehr übernehmen sie teils unreflektiert das Verhalten, das sie bereits kennen: Aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend, aus der Beobachtung anderer – und zum Teil auch aus den Medien, wie etwa Filme oder Serien. Die darin gezeigten Verhaltensweisen werden als akzeptables oder zumindest prinzipiell mögliches Verhalten bewertet.

Das Erzeugen von Schuldgefühlen ist dann ein Nebenprodukt, was zum einen aus der Erwartung resultiert, dass Eltern zunächst einmal in Vorleistung gehen (müssen), bevor sie im Gegenzug dafür etwas zurückerhalten – und zum anderen aus der (unreflektierten) Übernahme ebendieser Verhaltensweisen.

Das Tabu: Kinder schulden ihren Eltern nichts

An dieser Stelle gilt es das Tabu einer Eltern-Kind-Beziehung schlechthin anzusprechen:

      • Kinder schulden ihren Eltern nichts.
      • Sie schulden Ihren Eltern nichts.
      • Ihre Kinder schulden Ihnen nichts.

Eine Eltern-Kind-Beziehung kann reziprok – wechselseitig – sein, aber sie ist es nicht per se. Und diese Reziprozität kann auch nicht eingefordert werden, weder mit Schuldgefühlen noch mit psychischer (oder physischer) Gewalt.

Elternschaft – eine einseitige Verantwortung

Wer sich dazu entscheidet, ein Kind in die Welt zu setzen, muss sich dessen bewusst sein: Das Kind zu bekommen ist eine egoistische – auf das eigene Ego bezogene – Handlung, die eine einseitige Verantwortung nach sich zieht – die Eltern tragen ihren Kindern gegenüber eine Verantwortung, nicht aber umgekehrt.

Keinem Kind stand die Wahl offen, ob es zum einen überhaupt geboren werden wollte und zum anderen in ausgerechnet diese Familie hinein. Diese Entscheidung trafen einzig und allein die Eltern – für sich. Im Nachhinein Dankbarkeit dafür zu erwarten, weil man voraussetzt, dass ein Kind doch schließlich lieber existieren als nicht existieren würde, ist eine Rechtfertigung für den eigenen Egoismus, jedoch kein Argument dafür, dass Kinder mit dem Beginn ihrer Existenz ihren Eltern etwas schulden.

Welche Hoffnungen und Wünsche Eltern daher an ihr Kind auch herantragen mögen, welchen Lebensweg sie für ihr Kind auch vorsehen – mehr als ein Wunsch und/oder Vorschlag kann es nicht sein.

Schuldgefühle in der Gegenwart

Schuldgefühle können auch in der Gegenwart noch sehr präsent sein und in verschiedenen Situationen ausgelöst werden. Das Erleben von Schuld(gefühlen) kann auftreten, wenn Sie Ihren Mitmenschen gegenüber Grenzen setzen wollen, aber deren Reaktion (beispielsweise Unverständnis, Entzug von Zuwendung, Wut und/oder Ablehnung) fürchten.

Es kann auch vorkommen, dass Sie sich schuldig fühlen, wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen (und befriedigen möchten). Schuldgefühle können in Konfliktsituationen generell auftreten, in denen Sie nur allzu schnell bereit sind, die Schuld auf sich zu nehmen, Ihr Gegenüber zu beschwichtigen und die Harmonie wiederherzustellen, auf Kosten Ihrer eigenen psychischen und physischen Gesundheit.

Von Schuldgefühle Geplagte finden sich als Reaktion darauf oft in zwei Extremen wieder:

Die „Helfer:innen-Rolle“, die vorauseilend um die Befriedigung der Bedürfnisse ihrer Mitmenschen bemüht ist, noch bevor diese sie selbst überhaupt wahrnehmen und/oder äußern. Das Ziel ist hierbei, das Aufkommen von Schuldgefühlen, Disharmonie, Ablehnung oder Streit gänzlich zu vermeiden.

Die Rolle des/der „Widerständler:in“, in der jegliche Verantwortung abgelehnt und/oder andere potenzielle Schuldige gesucht werden, während eigene Anteile ausgeblendet sind. Das Credo könnte lauten: Ich schulde niemandem etwas und niemand schuldet mir etwas.

Wozu sollten wir dann überhaupt noch Kinder bekommen, wenn einem nicht einmal der Dank dafür gewiss ist?

Kinder sind uns anvertraut worden, damit wir sie bei ihrer Entwicklung unterstützen, fördern und begleiten. Jedes einzelne Kind ist ein Individuum, auch wenn es durch uns in die Welt kommt. Daraus lässt sich aber keineswegs der Anspruch ableiten, sie wären uns irgendetwas schuldig. Ihre Dankbarkeit und Zuwendung sind ein Geschenk, keine zu erbringende Schuld.

Wie Johann Wolfgang von Goethe es ausgedrückt haben soll:

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“

beziehungsweise

„Wenn Kinder klein sind,
gib ihnen Wurzeln,
wenn sie groß sind,
verleih ihnen Flügel.“

Schuldgefühle auflösen: Ein begleiteter Prozess

Wenn Sie noch heute unter wiederkehrenden Schuldgefühlen leiden, ist es an der Zeit, diese kritisch zu hinterfragen – am besten mit jemandem an Ihrer Seite, der oder die Sie bei diesem Prozess des Auflösens unterstützt.

Meine Frage an Sie: In welchen Situationen tendieren Sie dazu, sich schuldig zu fühlen? Würden andere sich an Ihrer Stelle ebenfalls schuldig fühlen?

 

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© 2022 Romy Fischer

Vergleiche und Widersprüche in der Erziehung

Photo by Denys Nevozhai on Unsplash
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Vergleiche finden überall statt

Wann immer Menschen miteinander interagieren, stellen sie früher oder später Vergleiche an. Zuweilen eher subtil und nonverbal, aber häufig auch sehr explizit, wenn man etwa Konkurrenzsituationen wie Wettbewerbe, Turniere, Meisterschaften oder Hierarchien im Allgemeinen betrachtet. Es gibt Gewinner:innen, die auf dem oberen Treppchen stehen – und es gibt stets auch Verlierer:innen, die (nur noch) den Trostpreis erhalten.

Vergleiche im Kleinkindalter

Bereits Kleinkinder vergleichen sich miteinander. Wer ist größer, wer stärker oder schneller, wer kann weiter springen oder schneller rennen? Wer ist der oder die Beste bei einer bestimmten Aktivität?

Niemand sehnt sich danach, auf dem letzten Platz zu landen. Wer einmal in seinem Leben Letzte:r war, dem- oder derjenigen ist dieses unangenehme Gefühl nur allzu vertraut. Eine Wiederholung dieser Erfahrung ist keinesfalls wünschenswert.

Das Kind im Fokus

Auch und gerade die Familie ist ein Ort der Vergleiche, insbesondere dann, wenn Geschwister ins Spiel kommen.

Im heutigen Beitrag beschränke ich mich auf die Ein-Kind-Familie, bei dem der elterliche Blick sich konzentriert auf ein einziges Kind richtet. Je nachdem, welche Wünsche die Eltern an ihr Kind herantragen und welche Hoffnungen sie in das Kind setzen, werden sie es zwangsläufig mit den Kindern ihrer Freunde, Nachbarn und/oder Kollegen vergleichen.

Paradoxe Vergleiche

Dabei laufen diese Vergleiche oft paradox und ambivalent zugleich ab: Nach außen hin und gegenüber anderen wird das eigene Kind oft als besser, stärker, klüger, höflicher und/oder hilfsbereiter beschrieben und dargestellt, als es tatsächlich ist – oft auch in Gegenwart des Kindes.

Zuhause wird dem Kind jedoch häufig das genaue Gegenteil kommuniziert: Warum es nicht so brav sei wie M., so fleißig wie L., so höflich wie F. und/oder so klug wie Z; kurzum, nicht so, wie das Kind eben ist.

Wohlwollende Vergleiche bleiben in (über)kritischen und/oder -ambitionierten Elternhäusern oftmals aus, weil der Fokus auf den Mängeln, Makeln und Schwächen des Kindes liegt, die es auszumerzen gilt – zum vermeintlich Besten des Kindes.

Was ist mit dem Kind?

Was geschieht nun mit dem Kind, das diese widersprüchlichen verbalen und nonverbalen Äußerungen aufnimmt – es also auf der einen Seite von den Eltern über den grünen Klee gelobt wird, während es wenige Zeit später dem kritischen (und negativ ausfallenden) Vergleich mit anderen ausgesetzt wird?

Es kann sich im Grunde genommen nur „falsch“ verhalten, denn es ist nicht in der Lage, die Widersprüchlichkeit der beiden Äußerungen aufzulösen. Insbesondere dann nicht, wenn sie sich diametral entgegenstehen.

Der beste Vergleich: Der Vergleich mit sich selbst zu einem früheren Zeitpunkt

Wenn Sie als Elternteil Ihrem Kind eine Rückmeldung über seine Leistung geben möchten, beschränken Sie sich auf folgenden Vergleich:

Vergleichen Sie die jetzige Leistung Ihres Kindes mit seiner Leistung zu einem früheren Zeitpunkt. Was hat es seitdem gelernt, worin hat es sich gesteigert? Was klappt besser als früher? Wo benötigt es noch Unterstützung? Wie könnte diese Unterstützung aussehen? Beziehen Sie Ihr Kind in diese Überlegungen (altersgerecht) ein.

Wenn Sie selbst betroffen waren und unter den widersprüchlichen Botschaften Ihrer Bezugspersonen gelitten haben, fügen Sie ein kleines, aber sehr machtvolles Wort in Ihren Gedankengang ein: Das Wort „und“.

        • „Ich kann klug sein UND ich kann nicht alles wissen.“
        • „Ich kann stark sein UND ich kann auch schwach sein.“
        • „Ich habe Angst UND ich kann es trotzdem angehen.“

Und vergessen Sie eines nicht: So, wie Sie sind, sind Sie völlig einzigartig. Ein Unikat. Damit bleibt Ihnen im Grunde genommen nur noch ein Vergleich:

Der Vergleich mit einer früheren Version Ihrer selbst.

Meine Frage an Sie: Welche widersprüchlichen Botschaften richteten Ihre Eltern an Sie? Wie sind Sie damit umgegangen?

 

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© 2022 Romy Fischer

Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash
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Die passende Beratung finden: Worauf Sie achten sollten

Eine passende Beratung zu finden ist wie die Suche nach dem bzw. der richtigen Partner:in.

Ja, salopp ausgedrückt trifft das den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Doch was genau haben die Partnersuche und die Suche nach dem oder der richtigen Berater:in gemeinsam? In beiden Fällen geht es darum jemanden zu finden, der oder die zu einem passt.

Wie können wir uns dieser Passung annähern? Erinnern Sie sich daran, was Sie an Ihrer jetzigen (oder auch einer vergangenen) Partnerschaft schätzen bzw. schätzten. Welche Eigenschaften und Verhaltensweisen trugen zu einer guten Partnerschaft bei?

Waren es möglicherweise …

    • … gegenseitiges Vertrauen?
    • … überwiegendes Verständnis?
    • … gegenseitige Sympathie?
    • … Verlässlichkeit?
    • … Loyalität?
    • … ein ähnlicher Humor?
    • … Hilfe und Unterstützung, auch und gerade, wenn es schwierig wurde?
    • … das Gefühl, als Mensch wahrgenommen und angenommen zu sein?

Natürlich ist diese Liste unvollständig, denn sie soll vor allem eines veranschaulichen: Der Faktor Mensch ist entscheidend.

Im realen Kontakt stehen uns alle Sinne zur Verfügung, um in Sekundenbruchteilen einzuschätzen, ob wir jemanden (spontan) mögen oder nicht. Einige davon entfallen jedoch in der virtuellen Interaktion. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass es dadurch unmöglich wird, den oder die passende Berater:in zu finden, ganz im Gegenteil. Denn auch im virtuellen Kontakt steht uns etwas sehr Wichtiges zur Verfügung, auf das Sie hören sollten: Ihr Bauchgefühl, das Ihnen dabei hilft, die passende Beratung zu finden.

Überlegen Sie einmal …

    • Fühlen Sie sich im Kontakt mit dem/der Berater:in grundsätzlich wohl?
    • Fühlen Sie sich gehört und gesehen?
    • Fühlen Sie sich (grundsätzlich) verstanden?
    • Fühlen Sie sich ernst genommen?

Wenn Sie sich diese Fragen stellen und dabei in sich hineinhorchen und hineinspüren, dann spüren Sie in der Regel sehr deutlich, ob Sie an die für Sie passende Person geraten sind, die Sie und Ihr Anliegen im Fokus hat und Ihnen die Unterstützung zukommen lässt, die Sie benötigen. Und das nicht in Form einer Abhängigkeitsbeziehung, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe in einer für Sie individuell passenden Beratung

Meine Frage an Sie: Welche Werte sind Ihnen wichtig? Worauf können Sie keinesfalls verzichten?

 

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© 2022 Romy Fischer